Unsere Server gegen das Coronavirus

Folding@hosttech - Wir hacken das Coronavirus

Die Coronazeit ist mühsam. Die hosttech GmbH schaut nicht nur zu, sondern beteiligt sich nun mit Rechenleistung an der Suche nach einem Heilmittel.

Die Coronazeit ist speziell. Begriffe wie Distance Learning für die Schüler oder Homeoffice für Arbeiter sind in unseren alltäglichen Sprachgebrauch eingeflossen.
Auch wir bei hosttech haben in den Homeoffice-Modus umgeschaltet, doch wir helfen nun aktiv dabei mit, das Coronavirus zu hacken.

Ich persönlich habe, vor allem an Anfang dieser Zeit, die Informationen wie ein Schwamm in mich aufgesogen. In seiner Bewegungsfreiheit ist man eingeschränkt, und man sucht überall nach Lösungen und Möglichkeiten die Grenzen auszureizen.
Vielleicht ist es, weil ich selbst zur sogenannten Risikogruppe gehöre, vielleicht aber auch einfach ein natürlicher Drang, doch ich wollte mehr tun, als nur Zuhause zu arbeiten und nach der Arbeit nicht viel unternehmen zu können.

Bei meinen Recherchen bin ich unter anderem auch auf das Projekt Folding@home gestossen. Folding@home hilft bei der Suche nach einem Wirkstoff gegen verschiedene Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, das Zika-Virus oder neu eben auch das SARS-CoV-2 Virus.

Wie funktioniert Folding@home?

Bei Folding@home geht es grundsätzlich darum, dass man freie Rechenkapazität eines Computers zur Verfügung stellt, welche von Universitäten genutzt werden kann. Damit werden Proteine „gefaltet“, um die Missbildungen (misfoldings), welche durch diese Krankheiten ausgelöst werden, besser verstehen zu können. Das sind komplexe Berechnungen, und die zur Verfügung gestellte Rechenleistung hilft dabei. Die komplexen Berechnungen dieser Faltungen (Foldings) werden in kleine Abschnitte, sogenannte „Work Units“ (WU) unterteilt. Ein Computer erhält von einem Server so eine Unit, berechnet diese, und sendet das Resultat an den Server zurück.
Je grösser oder komplexer eine solche WU ist, desto mehr Credits werden dem Benutzer, welcher die Berechnung durchgeführt hat, gutgeschrieben.

Als ich intern angefragt wurde, ob ich das Projekt Folding@home kenne, war mir dies schon ein Begriff – ich hatte ja genug Zeit, mich viel informiert und erst am Vortag noch darüber gelesen.

#hackingcorona

Entsprechend war ich begeistert, als ich davon erfuhr, dass wir von #hackingcorona kontaktiert wurden, ob wir nicht bereit wären, an dem Projekt teilzunehmen.

Die Kampagne #hackingcorona will die breite Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum über die Folding@home-Initiative informieren. Entstanden ist die Kampagne am #WirVsVirus-Hackaton der deutschen Bundesregierung. Die Kampagne beteiligt sich als Team an Folding@home.

hosttech hat eine hohe Position im Team WirVsVirus

Einige unserer Server, welche bereits eingerichtet, aber noch nicht verkauft wurden, haben wir sofort eingesetzt, um Tests durchzuführen.

Ihr wollt selbst zum Folder werden?

Die Einrichtung ist denkbar einfach. Man lädt das Programm von der Seite herunter, installiert und startet das Programm, und schon kann das „Folden“ beginnen. Wenn ihr nebenbei noch am Computer arbeitet, empfiehlt es sich, die Leistung des Programms auf „Mittel“ (Medium) zu belassen, unsere Server laufen unter Volllast (Full).

Wenn man beim Start keinen Benutzernamen angibt, so „foldet“ man als Benutzer „Anonymous“ – das hat nichts mit der Hackergemeinschaft zu tun – für das Team 0.
Der Benutzer Hosttech_GmbH foldet für das Team 246646 – WirVsVirus.

Wenn ihr einen eigenen Benutzer verwenden wollt, müsst ihr beim Start des Programms diesen entsprechend angeben. Das Angeben eines Teams oder des Passkey ist nicht erforderlich.
Wenn ihr ein Team gründen wollt, könnt ihr dies auf der folgenden Seite tun:

https://apps.foldingathome.org/team

Wir wollen mehr

Unsere Server waren nun also bereits im Kampf gegen Corona, doch das reichte uns nicht. Wir erhielten von den Servern immer relativ kleine und einfache Working Units (WU) und wollten mehr dazu beitragen. Entsprechend haben wir angefangen, im Programm Feineinstellungen vorzunehmen, doch auch damit gelangten wir nicht in einen Bereich, welcher unseren Ansprüchen genügte. Also haben wir erstmal weitere Server hinzugenommen, bis wir uns dann dazu entschlossen haben, GPU-Server dazu zu benutzen.

So sieht der Folding@home Client aus

GPU-Server sind Server, welche die Rechenleistung vor allem auf die eingebaute Grafikkarte auslagern. Diese sind für solche Berechnungen besser geeignet, und können daher noch grössere und noch komplexere Berechnungen durchführen. Da laufen nun die ersten Tests.

Darüber, und über andere Schritte des Projekts, halten wir euch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden. Seid gespannt, welche weiteren Schritte wir in die Wege leiten, um Corona mit unseren Servern zu knacken!

Und um den Kreis zu schliessen, gibt es bei hosttech nun neben Distance Learning unserer Lernenden, und Homeoffice unserer Arbeiter, auch das neue Wort „folden“ im Kampf gegen Corona!

Seid ihr auch schon am Folden? Schreibt es in die Kommentare unten!

Bis dahin bleibt gesund und #staysafe

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